Aktuelles zum American Staffordshire Terrier

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Wohlenschwil, 07.12.2005

Liebe Clubmitglieder

Bei mir häufen sich im Moment Anrufe von Hundebesitzer welche auf Grund der Rassezugehörigkeit ihrer Hunde «angemacht», verbal attakiert, angespuckt und belästigt werden. Drohbriefe und zerkratzte Autos sind noch weitere «Nettigkeiten» unserer lieben Mitbürger

In solchen Situationen ist es mehr als begreiflich, wenn einem die Galle hochkommt, und man Gleiches mit Gleichem vergelten möchte. Das ist aber der falsche Lösungsansatz, denn wir würden uns auf das gleiche primitive Niveau unseres Gegenübers stellen.

Hier meine besten Tips, schwierige Situationen zu meistern:

- Bewahren Sie auf jeden Fall Ruhe (leicht gesagt aber dringend erforderlich). Sie halten Ihren Hund an der Leine, und glauben sie mir, er spürt, wie es in Ihnen brodelt. Bewahren Sie also Ruhe und genügend räumliche Distanz.
- Bevor die Schimpftriade vom Stapel geht, fragen Sie Ihr Gegegüber zurest nach seinem Namen (den wird er oder sie nicht nennen) und stellen Sie sich vor -«weil das so üblich ist bei zivilisierten Leuten».
Hilfreich ist ein kleines Notizbuch mit Stift das bei dieser Gelegenheit zum Einsatz kommt. «Ich notiere mir gerne Ihren Namen oder Ihre Autonummer»
- Sind umstehend noch andere Leute, bitten Sie jemanden Ihnen rasch zu helfen. Wenn diese Person dann dazukommt, stellen sie ihn als Ihren Zeugen für eine allfällige Ehrverletzungsklage vor.
- Wird einfach hinter Ihnen her gebrummt und getuschelt sagen sie im Weitergehen sehr gut hörbar: «Sie dürfen ruhig lauter schimpfen, damit es alle hören».
- Wenn es sich nicht vermeiden lässt, hören Sie kommentarlos zu. Wenn dann nichts mehr kommt, fragen Sie «sind sie jetzt fertig, geht es ihnen jetzt besser?» und gehen sie dann ganz ruuuuuuhig weiter.
- Keinerlei Wortgefechte. Dumme Leute einfach kommentarlos stehen lassen.
Ist eine Konfrontation nicht zu vermeiden (Bus, Zug), Zeugen suchen, oder Handy zücken: «Ich rufe jetzt die Polizei an».
- Kleiden Sie sich mit Sorgfalt. Glauben Sie mir, das hilft.
- Für Ihren Staff Bull ein typisches Staffiehalsband, das ist o.k., aber für die AmStaffs bitte keine Nieten oder Stacheln. Der Hund ist immer sauber und in bestem Pflegezustand.
- Oberstes Prinzip: Ruhig bleiben, nicht ausfällig und laut werden. Ihr Gegenüber erwartet einen, dem Cliché entsprechenden, dummen Hundehalter. Er wird sich wundern, wenn er auf Sie trifft und ins Leere läuft.

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Viel Glück, Erfolg und gute Nerven
Cornelia Bergundthal,

PS: Drohbriefe mit Pinzette in Plastiksack geben und zur Polizei bringen.